CHORAUSTAUSCH OPPENHEIM / WIEN:
BERICHTE UND PHOTOS

Worms: 9. April bis 13. April 2011
Wien: 25. April bis 29. April 2011
 

Bericht

 

Vom 25. 4. 2011 bis zum 29. 4. 2011 besuchte uns wieder der Austauschchor aus dem Gymnasium St. Katharinen zu Oppenheim. Unsere Gäste besichtigten Wien und probten gemeinsam mit den Chorifeen einige Lieder, die am 29. 4. im Rahmen eines Konzertes im Veranstaltungssaal unserer Schule aufgeführt wurden. Der Gegenbesuch dauerte vom 9. 4. 2011 bis zum 13. 4. 2011.

 

Schülerberichte:

 

[Eigudewie?]

Ein musikalischer Austausch mit manch sprachlicher Barriere - Von Hannah Rothauer, 8C

Auch dieses Jahr packten wir wieder unsere Koffer und begaben uns auf die lange Reise nach Worms. Zehn Stunden Fahrt? – kein Problem, uns war schließlich nicht kalt im Bus… obwohl die Klimaanlage ausgefallen war…?

Der Samstag, 9.4.2011, begann damit, dass wir alle vor der Schule standen und uns wunderten, wo denn der Bus sei. Unser Fahrer hatte sich in der Schule geirrt – zwei Schulen in der gleichen Straße, das ist ja auch wirklich verwirrend! Bis auf dieses kleine Missverständnis verlief die Fahrt problemlos! Begleitet wurden wir übrigens von Professor Tanzler, Professor Drabek und Professor Ebermann.

In Worms angekommen mussten wir uns nach dem langen Sitzen natürlich noch die Beine vertreten und spazierten daher durch das belebte Zentrum dieses Kaffs (für Wiener ist Worms dies nun mal!). Da wir ja ein Chor sind, mussten wir natürlich singen. Den Passanten mussten wir wie Hare Krishnas vorgekommen sein, als wir so singend durch die Straßen zogen. Egal, die sehen uns nie wieder!

Man sollte meinen, wir wären nach Deutschland gefahren, um etwas an deutscher Kunst zu entdecken, aber nein! In der Frankfurter Oper sahen wir Mozarts „Entführung aus dem Serail“. Obwohl ein Sänger für einen anderen einspringen musste und somit stimmlich nicht perfekt war, bekamen wir eine sehr gelungene Aufführung präsentiert! Gänsehaut bei Konstanzes Gesang! Nicht zum ersten Mal wurden wir wie Aliens angesehen! 38 Kinder und Jugendliche in der Oper?! Und die benehmen sich auch noch! Das war einigen anderen Operbesucherinnen sehr suspekt. Unsere kleinen Mädchen konnten beim Kellner (der uns mit seinem Vater verkuppeln wollte) punkten und bekamen so ihre Brezeln gratis.

Wie letztes Jahr unternahmen wir eine Rheinfahrt. Perfektes Wetter, gute Laune, ein wenig Trödeln…. Ein wenig? Schlussendlich hatten wir dann gerade noch so viel Zeit, in einem Restaurant unsere Schnitzel in 3 bis 6 Minuten zu essen, je nachdem, an welchen Tischen wir saßen. Professor Tanzler und Professor Drabek (oder Tschtschimaus und Tschutschibär, wie die beiden einander à la Tschtti Tschitti Bang Bang liebevoll nennen) schlossen Wetten ab, ob sich das Essen überhaupt ausgehe oder nicht. Beide hatten irgendwie Recht: Wir waren satt, aber gemütlich hatten wir es nicht.

Der Grund für unseren Stress war die Abfahrtszeit der Fähre. Hätten wir diese nicht erwischt, wären wir viel zu spät zu unserer ersten Probe mit unserem Oppenheimer Austauschchor gekommen! Aber wir haben es schließlich geschafft. Spekulationen darüber, was wir getan hätten, wenn dies nicht der Fall gewesen wären, sind daher sinnlos.

Wir fuhren also nach Oppenheim. Die Probe begann. Nach und nach trudelten die Schüler ein. Die Probe war unglaublich – entsetzlich! Aus zwei Chören sollte bis zum nächsten Abend einer werden! Nicht die Hoffnung verlieren! Das wird schon! Am Schluss der Probe glaubte daran zwar schon fast niemand mehr, aber auch das haben wir hinbekommen.

Nach einem gemeinsamen und doch getrennten Essen in der Schule fuhr unser Chor wieder nach Worms zurück. Unsere liebe Frau Professor Tanzler erlaubte uns „Großen“ jedoch noch etwas mit den „Jungs“ – es heißt „Burschen“  ;) - aus Oppenheim zu unternehmen. So gingen wir vorbei an einer Kläranlage – „Wie romantisch!“ – zum Strandbad. Zu kalt zum Baden war’s noch, aber Spaß hatten wir trotzdem! Der Abend war für uns unter anderem ein Sprachkurs, der zur Aufbesserung unserer bis dato nicht vorhandenen Hessischkenntnisse diente. So wussten wir danach zum Beispiel, dass man in Rheinland-Pfalz Aschäbäschä sagt, und dass „Eigudewie?“ eine Begrüßung ist, die etwa „Hey, wie geht’s?“ bedeutet.

Am nächsten Tag machten wir einen Afrikaworkshop bei Markus Detterbeck zusammen mit den Oppenheimern. Wir – „AFRIKA!“ – lernten zwei neue Lieder, die wir am –„AFRIKA!“ – Abend beim Konzert singen sollten. Herr Detterbeck beschäftigte sich sehr geduldig mit jeder Stimme, bis jede/r sie beherrschte. Manchmal nahmen wir dazu „Headsets“ zur Hilfe.

Was es mit dem „AFRIKA!“ auf sich hat, weiß vor allem Herr Professor Drabek… -„AFRIKA!“

Am Nachmittag – dem einzigen etwas regnerischen und windigen wohlgemerkt – machten wir eine Planwagenfahrt durch die Weinberge. Was man sich darunter vorstellen kann? Uns wurde das so erklärt: Normalerweise begibt man sich zu Fastnacht auf diese Fahrten und betrinkt sich dabei. Wir sind ein Schulchor und haben den Alkohol daher weggelassen. Verköstigt wurden wir mit „Weck, Worst aber ohne Woi“, einem traditionellen Essen.

Danach ging's wieder in die Schule, die übrigens von etwa doppelt so vielen Schülern besucht wird wie unsere.

Das Konzert war (wider Erwarten) ziemlich gut, wenn ich uns jetzt mal selbst loben darf! Und unsere Anna meisterte trotz Heiserkeit ihre Stimme bei unserem Trio, bei dem wir einige Federn verstreuten, bravourös!

Nach dem Konzert ging es wieder ab nach Worms. Marina, Lucas und Max, die alle drei letztes Jahr im Chor gesungen hatten, jedoch kurz vor unserem Besuch ihr Abi gemacht hatten, kamen uns dann noch besuchen und wir (die „Großen“ und die drei eben genannten) machten noch die ausgestorbene Stadt unsicher. Gut, das ist übertrieben, zumal nur noch das Stadtcafé geöffnet hatte. Florian und Philipp stießen dann auch noch zu uns, nachdem sie die Bühne abgebaut hatten. Immerhin schafften wir es, zwei Burschen doch noch zum Mitfahren nach Wien zu überreden!

Der Abend war der krönende Ausklang einer sehr feinen und lustigen Chorreise!

 

 


Chorreise nach Worms

Ein Reisebericht von Nicole, Lelo & Sita aus der 1d

Nach einer zehnstündigen Busfahrt kamen wir endlich in der Jugendherberge Worms an. Nachdem wir unsere Koffer aus dem Bus geholt hatten, gab es in der Jugendherberge Spaghetti mit Sauce nach Wahl.  Als wir fertig gegessen hatten, stürzten wir mit unseren schweren Koffern in die Zimmer. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit, um uns fertig zu machen, denn wir wollten noch ein bisschen durch die Straßen von Worms spazieren. Zwischendurch blieben wir stehen, um gemeinsam unsere Lieblingslieder zu singen. Um 9:00 Uhr trafen wir wieder in der Jugendherberge ein und machten uns bereit für die Nachtruhe um 22:00 Uhr.

Am nächsten Morgen fuhren wir um 09.30 nach Heidelberg. Mit dem Bus fuhren wir auf den Berg Königsstuhl, und gingen zu einer historischen Seilbahn. Langsam rollte die Seilbahn ein Stück den Berg hinunter. Danach gingen wir zu Fuß weiter in das Schloss Heidelberg. Dort sangen wir wieder ein paar Lieder. Und  weil alle hungrig waren, gingen wir auf  weiter den Kornmarkt. Dort angekommen durften wir in Gruppen Mittagessen gehen. Viele kauften sich auch am Markt etwas. Nachdem wir alles aufgegessen hatten, gingen wir wieder alle zusammen in die Kirche. Dort sang unser Ensemble ein schönes Lied. Um 15:00 Uhr fuhren wir wieder zurück nach Worms. Wir hatten eine Stunde Zeit um uns fertig für die Oper zu machen, denn um 17:00 Uhr fuhren wir nach Frankfurt in die neue Oper. Davor aßen wir aber noch eine Kleinigkeit. In der Oper angekommen setzten sich alle auf ihre Plätze und warteten darauf, dass das Stück „Die Entführung aus dem Serail“ begann. Die Oper gefiel allen aus dem Chor sehr gut.

Um 11:45 Uhr (am Abend) kamen wir wieder in der Jugendherberge an. Am nächsten Tag um 9:30 Uhr fuhren wir nach Rüdesheim. Mit dem Schiff fuhren wir auf die andere Seite des Rheins. Danach gingen wir zu einer Seilbahn, die uns zum Niederwalddenkmal brachte. Von dort hatte man eine tolle Aussicht und es wurden viele Fotos geschossen. Dann machten wir einen Spaziergang zum Jagdschloss, wo wir gezähmte Rehe fütterten und streichelten. Zu zweit fuhren wir mit einem Sessellift in den Ort hinunter. Dort suchten wir uns dann ein Lokal aus, in dem wir in Rekordzeit (ca. 4-5 min.) Schnitzel und Pommes essen mussten, damit wir das Schiff nicht verpassten. Wir hatten Glück und erwischten die Fähre noch. Auf der anderen Seite des Rheins stiegen wir wieder in den Bus ein und fuhren nach Oppenheim. Dann probten wir in der Mensa der Schule unsere Lieder bevor der Oppenheimer Chor kam. Als auch der kam, probten wir zusammen. Danach richteten die Oppenheimer ein Abendessen her und wir aßen alle zusammen. Dann fuhren wir mit dem Bus wieder in die Jugendherberge. Ca. um 21:30 kamen wir an. So wie immer war um 22:00 Uhr Bettruhe.

In der Früh am nächsten Morgen fuhren wir wieder in die Oppenheimer Schule. Erst probten wir ein bisschen und, dann machten wir einen Africa-Workshop mit einem Mann, der lustig herumgetanzt hat und uns zwei coole Lieder beigebracht hat. Um 13:00 Uhr fuhren wir mit den Oppenheimern im Planwagen die Weinberge entlang. Auf dem roten Hang aßen wir Brot mit Senf und Knackwurst. Nach einer Stunde fuhren wir wieder hinunter. Als wir  unten angekommen waren, sangen wir schnell alle Lieder durch. Um 18:00 Uhr aßen wir Pizza und machten uns fertig für den Auftritt beim Frühlingskonzert. Als alle ihre Chorblusen anhatten und sich fertig geschminkt hatten, war es endlich so weit, das Konzert hat begonnen. In der ersten Hälfte sang ein kleiner Kinderchor und ein Orchester spielte. Als es zur Pause klingelte, waren wir schon sehr aufgeregt. In der zweiten Hälfte kamen wir singend in den Saal und sangen ein paar Lieder. Um 21:00 waren wir endlich fertig. Der  ganze Chor schlenderte total erschöpft in den Bus. Und in der Jugendherberge angekommen gingen alle schnell in die Zimmer. Schade, dass wir noch Koffer packen mussten, denn am nächsten Morgen fuhren wir wieder nach Wien.

Am nächsten Morgen ging es schon um 8:00 los. Nach ein paar Pausen kamen wir endlich um 18:00 an.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal in der Jugendherberge Worms, denn es war ein toller Urlaub.

 

 

Photos 1

 

LINK 1: Photos von Prof. Lux: Abschlusskonzert in Wien

 

Photos 2

 

LINK 2: Photos von Martina Gölz: Der Oppenheimer Chor in Wien

 

Photos aus Worms

 

LINK 3: Photos von Prof. Drabek
LINK 4: Photos von Prof. Drabek

 

Elternphotos

 

 

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